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Aktuell

Medieninformation: Deutsche Umsetzung der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik

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Finanzielles Ausbluten der ostdeutschen Landwirtschaft muss verhindert werden

Anlässlich der heute stattfindenden Amtschefkonferenz der Agrarminister der Bundesländer haben die Präsidenten der ostdeutschen Landesbauernverbände in einem gemeinsamen Positionspapier vor den Folgen einer verfehlten innerdeutschen Verteilung der insgesamt 6,1 Milliarden Euro/Jahr aus der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik für die Landwirtschaftsbetriebe in den Neuen Bundesländern gewarnt. „Sollten die ostdeutschen Betriebsstrukturen nicht angemessen Berücksichtigung finden, wäre das Erreichen wichtiger EU-Ziele, wie Einkommenssicherung, stabile Agrarstruktur und das Erreichen der Umweltziele, für eine gesamte Region eines Mitgliedsstaates massiv gefährdet“, so die Warnung der Bauernpräsidenten.

Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen eine Kappung und Degression der Zahlungen an die Betriebe, da hiervon nahezu ausschließlich ostdeutsche Betriebe betroffen wären. So befänden sich 2019 bei einer Kappungsgrenze von 150.000 Euro 1.781 von 1.876 betroffenen Betrieben in Ostdeutschland (95 Prozent). Auch die neu zu bestimmende Umverteilung von Mitteln auf die ersten Hektare der Betriebe würde zu einem massiven Abfluss von EU-Mitteln aus einzelnen Regionen führen. Hier könnten bei einer Umverteilung von 12 Prozent der Mittel statt der aktuell 82,2 Millionen Euro bis zu 130 Millionen Euro aus Ostdeutschland abfließen. Durch diese Maßnahmen werden die ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe wirtschaftlich geschwächt, Wertschöpfung und Arbeitsplätze im ländlichen Raum gefährdet.

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Medieninformation: Investitionsförderung und Zukunftsprogramm Landwirtschaft

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Dilettantismus macht Vergabe der „Bauernmilliarde“ zum Rohrkrepierer

Die Beantragung einer Förderung für besondere umwelt- und klimaschonende Bewirtschaftungsweisen im Rahmen des Investitions- und Zukunftsprogramms (sog. Bauernmilliarde) entpuppte sich gestern für die meisten Landwirte als Rohrkrepierer. Unter der Last der Anfragen brach das Onlineportal der landwirtschaftlichen Rentenbank zusammen, so dass die meisten Landwirte außer der Meldung „server error“ oder „Seite nicht erreichbar“ wenig zu sehen bekamen. Am Abend erschien dann unvermittelt die Mitteilung, das so viele Zuschussanträge im Onlineportal eingegangen seien, dass die für das erste Halbjahr 2021 eingeplanten Haushaltsmittel für Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft von 72,5 Millionen Euro bereits ausgeschöpft sind. Nur für Wirtschaftsdüngerlager ist aktuell eine Antragstellung im Onlineportal möglich. „Dilettantisch– anders kann man die zentrale Vergabe über die Landwirtschaftliche Rentenbank nicht bezeichnen“, so die harsche Kritik des Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes Dr. Klaus Wagner am gestrigen Vergabeverfahren. „Statt auf diesem intransparenten Weg die Mittel zu vergeben, hätte man auf bewährte Wege der Fördervergabe wie die der Thüringer Aufbaubank setzen müssen. Im Ergebnis konnte, soweit uns bekannt ist, kein einziger Thüringer Landwirt einen Antrag stellen. Wichtige Zukunftsinvestitionen in besseren Umwelt- und Klimaschutz bleiben so vielerorts auf der Strecke.“

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Medieninformation: Thüringer Milchkönigin 2020-2022

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Neue Thüringer Milchkönigin gekrönt

Die 20-jährige Lucie Kosemetzky aus Riethnordhausen ist heute zur Thüringer Milchkönigin gekrönt worden. Corona-bedingt erfolgte die Krönung virtuell während einer Onlinekonferenz im Beisein des Thüringer Landwirtschaftsministers Benjamin-Immanuel Hoff und des Vorsitzenden der Landesvereinigung Thüringer Milch Dr. Klaus Wagner. Kosemetzky ist bereits die sechste Botschafterin der Thüringer Milch und wird die nächsten zwei Jahre für das Image der Milch und Milchprodukte sowie der Landwirtschaft werben. Sie zeigte sich hocherfreut angesichts der neuen Aufgabe: „Ich bin sehr stolz, in den kommenden Jahren den Thüringer Milcherzeugern und Milchverarbeitern in der Öffentlichkeit ein Gesicht zu geben. Ich will in meinem Amt versuchen, auch mit kritischen Verbraucherinnen und Verbrauchern ins Gespräch zu kommen und ihnen zeigen, wie moderne Milcherzeugung aussieht und welchen Mehrwert diese für Mensch und Tier erbringt“, so Kosemetzky.

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Medieninformation: Verbandswahlen 2020

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Dr. Klaus Wagner als Thüringer Bauernpräsident wiedergewählt

96 Prozent der Delegierten stimmen für eine zweite Amtszeit

Die Delegierten des Thüringer Bauernverbandes haben den amtierenden Präsidenten Dr. Klaus Wagner mit überzeugender Mehrheit wiedergewählt. Wagner erhielt in der Corona-bedingt als Briefwahl durgeführten Abstimmung in geheimer Wahl 139 der 145 abgegebenen gültigen Delegiertenstimmen aus den Thüringer Regional- und Kreisbauernverbänden. Das entspricht einem Anteil von rund 96 Prozent. Damit ist Wagner für weitere vier Jahre Präsident des TBV.

Der 50-jährige Wagner leitet als Geschäftsführer die Geschicke der Universal-Agrar GmbH in Riethnordhausen, die im Norden der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt und im Landkreis Sömmerda Flächen bewirtschaftet. Wagner wurde im Dezember 2016 erstmals zum Präsidenten des Thüringer Bauernverbandes gewählt. Seitdem ist der zweifache Familienvater das Gesicht der Thüringer Landwirtschaft und führt in seiner Funktion als Bauernpräsident die vielfältigen Interessen der Thüringer Landwirte und des ländlichen Raumes zusammen. Wagner zeigte sich nach der Wahl entschlossen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für die Interessen der Thüringer Landwirt*innen zu kämpfen. „In der aktuell extrem angespannten Lage auf den Höfen und Betrieben braucht es eine starke berufsständische Interessenvertretung mehr denn je. Wenn es uns nicht gelingt, unserenberechtigten Anliegen Gehör zu verschaffen, stehen viele landwirtschaftliche Betriebe bald vor dem aus. Ich bin mir dieser großen Verantwortung bewusst und werde mich auch in den nächsten vier Jahren mit aller Kraft in Politik und Gesellschaft für unseren Berufsstand einsetzen“, so Wagner.

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LIDL und REWE erhöhen Verkaufspreise für Schweinefleisch

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Landwirte brauchen keine Almosen, sondern Perspektive 

Der Thüringer Bauernverband (TBV) begrüßt den Aufschlag auf den Verkaufspreis für Schweinefleisch durch die Lebensmitteleinzelhändler LIDL und REWE. Allerdings lösen diese Aufschläge das grundsätzliche Strukturproblem nicht. Nach wie vor komme vom Verkaufspreis für Lebensmittel zu wenig bei den Landwirten an. Daher müsse die aggressive Niedrigpreispolitik des Lebensmitteleinzelhandels endlich beendet werden: „Statt gönnerhaft Almosen zu verkünden, müssen alle Lebensmitteleinzelhändler darauf hinwirken, die grundsätzlichen Strukturen im Sinne der Lebensmittelerzeuger anzupassen“, so Katrin Hucke, Hauptgeschäftsführerin des TBV. „Nur so bekommen unsere heimischen Landwirte wieder eine Perspektive und nur so werden die Verbraucher auch zukünftig regionale Lebensmittel in den Supermarktregalen finden“, so Hucke weiter.

Schon heute beträgt der Selbstversorgungsgrad für Schweinefleisch in Thüringen nur noch 70 Prozent. Auch bei der heimischen Milchproduktion sind Jahren ein starker Rückgang und zahlreiche Betriebsaufgaben zu verzeichnen. Daher fordert der TBV, dass die hierzulande hohen Produktions- und Tierwohlstandards angemessen honoriert werden. „Wir fordern ein klares und auch langfristiges Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Dazu reichen einmalige Zugeständnisse nicht aus“, so Hucke. 

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Medieninformation: Afrikanische Schweinepest und Corona-Pandemie

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Sinkende Preise & fehlender Platz – Thüringer Schweinehalter*innen stehen mit dem Rücken zur Wand

Sinkende Erzeugerpreise für Schlachtschweine und fehlende Schlachtkapazitäten setzen die Thüringer Schweinehalter*innen wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Ursächlich hierfür ist der Preisverfall wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland und den Folgen der Corona-Pandemie. So sank aufgrund des Corona-bedingten Rückgangs der Schlachtkapazitäten der Erzeugerpreis für Schlachtschweine von 2,02 Euro (März 2020) je Kilogramm Schlachtgewicht auf 1,47 Euro (Sept. 2020). Nachdem im September erstmals die ASP bei einem Wildschwein in Deutschland nachgewiesen wurde, stürzte der Erzeugerpreis nochmals um 20 Cent auf heute 1,27 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die finanziellen Folgen seien existenzbedrohend, so André Telle, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Thüringen: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Im Moment verzeichnen wir pro Mastschwein einen Verlust von 40 Euro. Bei einer Produktion von 17.000 Mastschweinen pro Woche bedeutet das ein Minus von 680.000 Euro für die Thüringer Betriebe. Und das jede Woche.“ 

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2021  Thüringer Bauernverband e.V.
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